Aktuelle Aktivitäten

Der Verein KomMal e.V. lädt ein 

27. Februar 2019, 19.30 Uhr: ein Vortragsabend mit Rainer Widmann zum Thema:

Die Nordbahntrasse als Impuls für eine neue Mobilität in Wuppertal.

Wer das Projekt gerne kennenlernen möchte, kann sich wegen einer Hausführung / Projektvorstellung melden bei:

Margot.Nitz-Roelofsen@web.de oder per Handy unter 0172 176 70 54

Die Nordbahntrasse als Impuls für eine neue Mobilitätskultur in Wuppertal

In seinem Vortrag vom 27. Februar 2019 in der Malerstraße präsentiert der ehemalige Leiter der Wuppertaler Verkehrsplanung, Dipl.-Ing. Rainer Widmann, Fakten und Vorstellungen für eine zukunftsfähige und moderne Mobilitätskultur in Wuppertal. Er glaubt, dass sich das Mobilitätsverhalten in den nächsten Jahren radikal verändern wird. Nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch weil das jetzige System an seine Grenzen stößt.

Wieviel Auto darf und muss künftig noch sein? Retten E-Mobilität, Car-Sharing oder autonom fahrende Fahrzeuge unsere Städte? Wie kann der Straßenraum wieder mehr zur Aufenthalts- und Begegnungsfläche von Menschen werden? Welche Voraussetzungen sind notwendig, dass Menschen künftig wieder gerne und mehr zu Fuß gehen oder auf das Rad und Bus- und Bahn umsteigen. Mit der Nordbahntrasse begann sich in Wuppertal die Mobilitätskultur zu verändern. Ein erster Schritt ist getan, weitere müssen folgen.

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Rainer Widmann studierte Architektur in Stuttgart und Verkehrstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal. Danach war er 43 Jahre als Verkehrsplaner bei der Stadt Wuppertal tätig, 1996 erster deutsche Fuß- und Radverkehrsbeauftragter, Projektleiter für die Nordbahntrasse zuletzt Leiter der Abteilung Verkehrsplanung.

Zudem ist er Mitherausgeber des 2006 veröffentlichten Werkes zur Wuppertaler Jazzgeschichte „Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz“ und wurde

2008 für sein besonderes kulturelles, ehrenamtliches Engagement mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

Leben in der Malerstraße

Ab Herbst 2014 sind wir nach dreieinhalb Jahren Planungs- und Bauzeit eingezogen und wir haben uns mittlerweile gut in unserem schönen neuen Mehrgenerationenhaus eingelebt. Im Jahre 2016 wurde die GbR Baugruppe Malerstraße aufgelöst. Seitdem sind wir eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Nach längeren Überlegungen haben wir die Verwaltung des Hauses in die eigenen Hände genommen.

Am 8. Mai 15 haben wir in einem rauschenden Fest unser Haus eingeweiht –
als 18. Klimaschutzsiedlung in NRW. Über den Tag verteilt haben wir ca. 700 Gäste bei uns begrüßt!

Es war uns eine große Freude, bei tollem Wetter mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn, Vertretern der Politik und der Büros, Firmen, Gewerke sowie Organisationen, die unser schönes Passiv-Haus geplant, gebaut, unterstützt und begleitet haben, kräftig zu feiern.

Im offiziellen Teil am Nachmittag gab es -eingerahmt durch Musik von „Jan Röttger & Friends“ – Ansprachen von Oberbürgermeister Peter Jung und Michael Theben, Abteilungsleiter für Klimaschutz im Umweltministerium NRW. Unser Geschäftsführer und unsere Architektin haben gesprochen und unser Verein KomMal wurde vorgestellt. Der Viertelsprecher Olaf Reitz hat uns von den Laubengängen Texte verlesen und im Gemeinschaftsraum wurde von KomMal eine Ausstellung von Anke Büttner eröffnet. – (Fotos: hier klicken)

Danach gab´s bei strahlendem Sonnenschein und den Klängen der Salsa-Band „CubaSol“ auf der Dachterrasse Kaffee und Kuchen und es wurde getanzt. Im Verlauf wurden dann stolz Wohnungen gezeigt und es wurde auf den Laubengängen und im Garten ausgiebig gequatscht.

Wir haben insgesamt sehr viel Anerkennung und Lob für unser Projekt erhalten und freuen uns sehr darüber.

Abends haben wir nach einem schönen Ständchen des Börsenchors bei zwei Bands, den „Heimatlosen Helden“ und „Uncle Ho“ in der Tiefgarage und einem tollen Discjockey im Jugendkeller Musik genossen und kräftig abgetanzt.

Ein herzlicher Dank allen Gästen, Beteiligten und Helfern
sowie den Pflanzen- und Obstbaumspendern !!!

 

Unsere Baugruppe Malerstraße hatte sich 2011 mit dem Ziel gegründet, generationsübergreifendes, gemeinsames und barrierefreies Wohnen mit dem Bau eines energiesparenden Passivhauses in der Nordstadt zu verwirklichen.

Unsere Gruppe besteht aus Familien mit Kindern, aus Paaren und Alleinstehenden. Es gibt 12 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen im Haus, das Alter der Erwachsenen liegt zwischen Mitte 30 und Mitte 70.

19 Wohnungen, und drei Praxen -von 50 qm bis 150 qm -jede von ganz individuellem Zuschnitt und zum Teil zweigeschossig- stehen in den 5 Etagen zur Verfügung. Zudem haben wir einen Gemeinschaftsraum zum Arbeiten und Feiern sowie für Veranstaltungen, zwei Dachterrassen, einen großen, rege genutzten Fahrradkeller sowie einen Garten, den wir zur Zeit gestalten. Das Leben im Haus fühlt sich ein bisschen wie in einem kleinen Dorf an und wir freuen uns schon auf den ersten gemeinsamen Sommer im Haus.

Die Stadt Wuppertal hat unser Vorhaben unterstützt, indem sie mit Erfolg beim Land NRW beantragt hat, das Wohnprojekt in das Landesprogramm „100 Klimaschutzsiedlungen NRW“ aufzunehmen – daher unser offizieller Name „Klimaschutzsiedlung Malerstrasse 20“. Wer mehr zum Programm 100 Klimaschutzsiedlungen wissen will, findet alles dazu hier:

http://www.energieagentur.nrw/gebaeude/klimaschutzsiedlungen/projektinfo-klimaschutzsiedlung-wuppertal-malerstrasse

Wichtig ist der Baugruppe neben dem Bau eines klimafreundlichen Passivhauses auch das soziale und gemeinschaftliche Miteinander innerhalb und außerhalb des Wohnhauses. Um den Gedanken des guten Miteinander nicht nur intern, sondern auch mit der Nachbarschaft im Umfeld zu gestalten, hat die Baugruppe den Verein „KomMal“ e.V. -Kommunikationstreff Malerstraße- gegründet.

 

Gruppenfoto Laubengang 2015

(Foto: Steffen Brühne)

Haus vom Friedhof 2015

 

In der Malerstrasse in Wuppertal am Ölberg …

Gebaut wird unter Berücksichtigung individueller Wünsche – ideal für Menschen die maßgeschneidert und urban in städtischer Nachbarschaft leben möchten. Mitglieder einer Baugruppe lernen sich nachbarschaftlich schon während der Planungsphase kennen.
Baugruppen bauen ohne Bauträger in Eigenverantwortung und sparen so etwa 10-20% der Kosten, weil es keine Extraprofite und/oder Risikozuschläge gibt. Auch fällt keine Gebühr für Makler an, Grunderwerbsteuerfragen u.v.a. sind optimiert – Low Budget bei gleichzeitig hoher Qualität und mitbestimmt, ideal auch für Familien mit eingeschränktem Budget oder mit Wunsch nach größerem Wohn- und Lebensraum.